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Adele Duda

   
geboren am 22.10.1923 in Dominikowice, Polen
Straße  Friesstraße/Ecke Zwerchgraben 
Stadtteil Frauenland
Todesdatum22.10.1944
TodesortGestapo-Notgefängnis Würzburg
   
am 22.10.1944 im Anatomischen Institut eingeliefert
am 13.03.1947 in Würzburg beerdigt
   
Adele Duda wird im Oktober 1923 in Dominikowice bei Krakau geboren. Über ihre Familie, ihre Kindheit und ihren Werdegang ist nichts bekannt. Auch wann und unter welchen Umständen sie als Fremdarbeiterin ins Deutsche Reich gekommen ist, ob sie sich freiwillig zum Arbeitseinsatz gemeldet hatte oder von den deutschen Besatzern in jugendlichem Alter als Zwangsarbeiterin verschleppt wurde. Wann sie nach Würzburg gekommen war, lässt sich nicht mehr feststellen.

Belegt ist, dass sie das Arbeitsamt Würzburg zu einer Familie in den Winterleitenweg vermittelt, wo sie vom 25. Februar 1943 bis 04. Oktober 1944 als Haushaltshilfe im Privathaushalt beschäftigt ist.

Sie wird aus unbekanntem Grund am 4. Oktober festgenommen und im Gestapo-Notgefängnis inhaftiert. Dort stirbt sie schon etwa zwei Wochen nach ihrer Einlieferung am 22. Oktober 1944, ihrem 21. Geburtstag. Als Todesursache gibt man Lungentuberkulose an. Noch am gleichen Tag liefert man den Körper ins Anatomische Institut der Universität Würzburg, wo ihn bei Kriegsende französische und amerikanische Militärermittlern auffinden.
Ihr Leichnam und die Leichname von vier weiteren toten Zwangsarbeitern werden im Rahmen der Ermittlungen zu den Verbrechen im Gestapo-Notgefängnis und für das Verfahren gegen den Leiter sichergestellt und beschlagnahmt.

Nach der Freigabe des Leichnams setzt man die sterblichen Überreste von Adele Duda am Hauptfriedhof in Würzburg am 13. März 1947 in dem Grab Nr. 2.4.11.9 bei.
   
Quelle Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Leicheneingangsbuch;
Staatsarchiv Würzburg, Staatsanwaltschaft beim LG Würzburg 2422, 3 Bde;
Stadtarchiv Würzburg, EWA 61 & 63.
Autorin / Autor Alexander Kraus, Ingrid Sontag
Paten
   
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