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Wasil Hratyschin

   
geboren am in unbekannt
Straße  Friesstraße/Ecke Zwerchgraben 
Stadtteil Frauenland
Todesdatum03.09.1943
TodesortGestapo-Notgefängnis Würzburg
   
am 04.09.1943 im Anatomischen Institut eingeliefert
   
Der Körper Wasil Hratyschins wird aus dem Notgefängnis in der Friesstraße, wo er zu Tode kam, am 4. September 1943 im Anatomischen Institut der Universität Würzburg eingeliefert. Die Beisetzung seiner sterblichen Überreste erfolgt erst am 18. Februar 1948 an einem unbekannten Ort. Nähere Umstände dazu sind nicht bekannt.

Über ihn und sein Leben sind keinerlei Informationen mehr vorhanden. Der Name spricht für eine Herkunft aus Weißrussland oder der Ukraine. Er könnte freiwillig in den Anfangsjahren des Nazi-Regimes als Arbeitskraft angeworben oder erst später hierher verschleppt worden sein – in beiden Fällen muss er ein jüngerer Mann gewesen sein, der als Zwangsarbeiter bis über den Tod hinaus ausgebeutet wurde.

Man weiß auch nichts über seinen Arbeitseinsatz und die Umstände seiner Verhaftung. Bekannt sind die menschenunwürdigen Lebensbedingungen im Gestapo-Notgefängnis in der Friesstraße, die viele Zwangsarbeiter nicht überlebten. So auch Wasil Hratyschin.
   
Quelle Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Leicheneingangsbuch.
Autorin / Autor Alexander Kraus, Ingrid Sontag
Paten Herr Sebastian Förtsch
   
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