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Jan Kutysz

 
geboren am in Polen vermutlich, Ort unbekannt
Straße  Friesstraße/Ecke Zwerchgraben 
Stadtteil Frauenland
Todesdatum06.12.1944
TodesortGestapo-Notgefängnis Würzburg
   
am 11. November 1944 im Gestapo-Notgefängnis inhaftiert, dort am 6. Dezember 1944 gestorben
   
Über Jan Kutysz, seine Herkunft und sein Vorleben bis zu seiner Verhaftung gibt es keinerlei Informationen. Der Name deutet auf eine Herkunft aus Polen. Er wird am 10. November 1944 in der Nähe von Goldbach aufgegriffen und vom Gendarmerie-Posten Hösbach vorläufig festgenommen. Nach der Überstellung zur Gestapo-Außenstelle nach Würzburg erfolgt am 11. November 1944 die Festnahme als politischer Gefangener. Am gleichen Tag wird Jan Kutysz im Gestapo-Notgefängnis wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Arbeitsplatz (Arbeitsvertragsbruch) inhaftiert. Eine Verständigung ist auch mit Hilfe von Dolmetschern nicht möglich. Das amtsärztliche Zeugnis vom 1. Dezember 1944 attestiert Kutysz Haft-, Arbeits-, Transport- und Lagerfähigkeit und vermerkt „es bestehen keine Anhaltspunkte für äußerlich erkennbare, ansteckende Krankheiten“.

Am 05. Dezember 1944 beantragt die Gestapo in Würzburg bei der Gestapo-Leitstelle Nürnberg-Fürth die Inschutzhaftnahme mit folgenden Begründungen: Kutysz sei in Goldbach durch den Gendarmerie-Posten Hösbach festgenommen und nach Würzburg überstellt worden. K. hätte keine Angaben zur Person und seine Arbeitsstelle machen können. Wörtlich heißt es: „Bei ihm handelt es sich um einen etwas geistesschwachen Menschen, der vermutlich seinen Arbeitsplatz unerlaubt verlassen hat.“ „Da Kutysz für den weiteren Arbeitseinsatz nicht geeignet ist, bitte ich, gegen ihn Schutzhaft anzuordnen und seine Einweisung in ein KL zu verfügen.“

Kurz vor der Überstellung in ein Konzentrationslager stirbt Jan Kutysz am 6. Dezember 1944. Im Leichenschauschein bescheinigt der zuständige Arzt: „Tag und Stunde des Todes: 6.12.44, 15.15, Krankheit: angeblich schwachsinnig, Todesursache: plötzlicher Tod (Herz- u. Kreislaufschwäche), zulässige Beerdigungszeit: zwischen 48 u. 72 Std.“ In einer Aktennotiz vom 08. Dezember 1944 heißt es, dass die Leiche am 07. Dezember 1944 dem Anatomischen Institut übergeben wurde und weiter „Standesamt Würzburg und die sonstigen Stellen wurden durch die Abtg. I in Kenntnis gesetzt.“ Im Leicheneingangsbuch ist dagegen der Eingang der Leiche nicht verzeichnet.
Wo Jan Kutysz beerdigt wird, ist nicht bekannt.

more information in other languages available pl Jan Kutycz pochodził z Polski. 10.11.1944 r. został schwytany w pobliżu miejscowości Goldbach k. Aschaffenburga i następnego dnia jako więzień polityczny przewieziony do Würzburga. W jego aktach znajduje się następująca notatka: „Jest on człowiekiem trochę umysłowo ograniczonym, który opuścił prawdopodobnie bez zezwolenia swoje miejsce pracy. Ponieważ Kutysz nie nadaje się do żadnej pracy, proszę o wyznaczenie prewencyjnego aresztu, a następnie o wysłanie do obozu koncentracyjnego.“ Po krótkim, niecałe cztery tygodnie, pobycie w prowizorycznym wiezieniu Gestapo Jan Kutysz zmarł 6-go grudnia 1944 r. . Jego śmierć określono jako “nagłą (słabość serca i krążenia)“. Zwłoki zostały przeniesione jeszcze tego samego dnia do Instytutu Anatomii. (Übersetzung der Kurzfassung ins Polnische von Beata Surdyka und Dr. Ursula Kolat)
   
Quelle Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Leicheneingangsbuch;
Staatsarchiv Würzburg, Gestapo Würzburg 20706.
Autorin / Autor Alexander Kraus, Ingrid Sontag
Paten Sophia Michalzik, Dominik Michalzik
   
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