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Vitalis Schynkoff

   
geboren am 08.01.1926 in Russland, Ort unbekannt
Straße  Friesstraße/Ecke Zwerchgraben 
Stadtteil Frauenland
Todesdatum27.07.1944
TodesortGestapo-Notgefängnis Würzburg
   
am 27. Juli 1944 im Gestapo-Notgefängnis gestorben und ins Anatomische Institut der Universität Würzburg eingeliefert
   
Vitalis Schynkoff ist am 8. Januar 1926 in Russland geboren. Weitere biographische Angaben und Informationen zu seinem Aufenthalt im Deutschen Reich und der Verhaftung, bzw. dem Haftgrund sind nicht überliefert.

Laut den Angaben im Leicheneingangsbuch stirbt Schynkoff am 27. Juli 1944 angeblich an Erstickung und wird noch am selben Tag im Anatomischen Institut eingeliefert. Er ist nur 18 Jahre alt geworden und wir wissen, dass die Lebensbedingungen und die Behandlung der Gefangenen brutal und menschenunwürdig gewesen sind.

Der Körper von Vitalis Schynkoff ist kurz nach Kriegsende zusammen mit vier anderen Toten von amerikanischen und französischen Militärermittlern im Anatomischen Institut beschlagnahmt und sichergestellt worden, da sie als Beweismaterial im Strafverfahren gegen Stefan Schäfer, den Lagerleiter des Gestapo-Notgefängnisses dienen sollten.
Nach der Freigabe der Leiche sind die sterblichen Überreste von Vitalis Schynkoff am 13. März 1947 in Würzburg auf dem Hauptfriedhof im Grab Nr. 2.4.11.31 beigesetzt worden.

more information in other languages available ru Виталис Шинкофф: родился в России 08.01.1926. Информация о его пребывании в Германии и аресте отсутствует. Умер 27.07.1944 в Вюрцбургской тюрьме гестапо в возрасте 18-ти лет. Его тело служило после окончания войны как доказательство в судебном процессе против руководителя тюрьмы. Тело похоронено 13.03.1947 на Вюрцбургском Главном кладбище.
(Übersetzung der Kurzfassung ins Russische von Anna Michailowski)
   
Quelle Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Leicheneingangsbuch;
Staatsarchiv Würzburg, Staatsanwaltschaft beim LG Würzburg 2422, 3 Bde;
Stadtarchiv Würzburg, EWA 59.
Autorin / Autor Alexander Kraus, Ingrid Sontag
Paten Frau Barbara Lemberger
   
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