Beitrag lesen
Beitrag über die 28. Verlegung - Englisch
Beitrag über die 28. Verlegung - Englisch
Beitrag lesen

2005 beschloss der Würzburger Stadtrat mit überwältigender Mehrheit, dass auch in Würzburg „Stolpersteine“ für Opfer des NS-Regimes verlegt werden.
Initiiert wurde die Beteiligung der Stadt Würzburg an der Aktion des Künstler Günter Demnig von der Stadträtin Benita Stolz, die auch heute noch den Arbeitskreis Stolpersteine und alle Verlegungen leitet.

Mit diesem Beschluss des Stadtrats war der Weg frei für die erste Stolperstein-Verlegung in Würzburg im Juli 2006. Vor dem letzten frei gewählten Wohnort oder Arbeitsplatz des Opfers wurden bisher in allen Stadtteilen auf öffentlichem Grund Steine für die Opfergruppen des NS Regimes verlegt.

2005 beschloss der Würzburger Stadtrat mit überwältigender Mehrheit, dass auch in Würzburg „Stolpersteine“ für Opfer des NS-Regimes verlegt werden.
Initiiert wurde die Beteiligung der Stadt Würzburg an der Aktion des Künstler Günter Demnig von der Stadträtin Benita Stolz, die auch heute noch den Arbeitskreis Stolpersteine und alle Verlegungen leitet.

Mit diesem Beschluss des Stadtrats war der Weg frei für die erste Stolperstein-Verlegung in Würzburg im Juli 2006. Vor dem letzten frei gewählten Wohnort oder Arbeitsplatz des Opfers wurden bisher in allen Stadtteilen auf öffentlichem Grund Steine für die Opfergruppen des NS Regimes verlegt.

Diese Seite befindet sich noch im Aufbau!

0
Verlegungen
0
verlegte Stolpersteine

Maria Jozefa Kapela

Die in Polen gebürtige Lehrerin Maria Jozefa Kapela ist nach ihrem Examen an der Universität in Krakau tätig. Sie wird im März 1943 zwangsweise nach Deutschland verschleppt und hier zu schwerer körperlicher Arbeit verschiedenen Einsatzstellen zugewiesen. Landwirtschaftliche Betriebe und diverse Gaststätten schicken sie zur Umvermittlung zurück ans Arbeitsamt. Sie wird wegen schlechter Arbeitsleistung und Arbeitsverweigerung mehrfach festgenommen und kommt in Erziehungshaft. Im Herbst 1944 erfolgt ihre Inhaftierung im Notgefängnis. Im November 1944 bringt man sie ins KZ Ravensbrück, wo sie im Januar 1945 im Alter von 38 Jahren ums Leben kommt.

Weiterlesen

Karl Einstein

Karl Einsteinentstammte einer voll assimilierten Familie aus Bayreuth. Er erhielt eine humanistische Bildung, studierte Jura in München und kam 1906 als Zweiter Staatsanwalt an das Landgericht Würzburg. Hier machte er Karriere und wurde 1932 zum Landgerichtsdirektor ernannt. Ungewöhnlich für einen Juden in Deutschland, denn im höheren Staatsdienst war ihnen die Tür in der Regel verschlossen.

Weiterlesen

August Dambach

„Der August Dambach war ein großer, kräftiger junger Mann. Er konnte allerdings nicht richtig laufen, nur auf den Zehenspitzen. Ganze Sätze waren auch zu schwierig für ihn. Meistens ist er neben oder im Friedhof herumgelaufen oder war dort auf einer Steinbank gesessen, oft zusammen mit seinem jüngeren Bruder“ erinnert sich seine Cousine. August Dambach wurde am 5. Oktober 1940 in Pirna-Sonnenstein ermordet.

Weiterlesen

Johanna Stahl

Johanna Stahl studierte erst Germanistik in Würzburg und dann Volkswirtschaft in Frankfurt und schloss mit der Promotion ab. Zurück in Würzburg arbeitete sie für die Frankfurter Zeitung und kämpfte für die Rechte der Frauen, auch im religiösen Bereich. 1934 musste sie ihre Arbeit als Journalistin aufgeben und engagierte sich ab dann für in Not geratene Gemeindemitglieder, auch in Fragen der Auswanderung. Dr. Johanna Stahl selbst wäre 1938 die Auswanderung gelungen, sie blieb aber in Würzburg, um weiter helfen zu können.

Weiterlesen

Anneliese Winterstein

Anneliese Winterstein, eine Würzburger Sintiza, wurde 1924 geboren. Wegen „Arbeitsvertragsbruchs“ verbüßte die Schwangere als „politische Gefangene“ 1943 eine Gefängnisstrafe. Eine Ehe wurde ihr vom Staat verboten. Eine Flucht über das Elsass missglückte. März 1944 wurde sie zusammen mit den beiden kleinen Söhnen nach Auschwitz deportiert. Die Kinder starben. Als ihr klar wurde, dass sie von der SS als Prostituierte für das Lager-Bordell eingeteilt werden sollte, wählte sie stattdessen den Freitod.

Weiterlesen

Margarete Höppel

„Hat immer Wünsche, will bald auf eine bessere Abteilung kommen, ….möchte gern ein rotes Kleid haben……“ lautet der letzte Eintrag am 3. Oktober 1940 in der langen Krankengeschichte von Margarete Höppel. 22 Jahre lebte sie da schon in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Margarete wird am 29. November 1940 in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet.

Weiterlesen

Dr. Leopold Obermayer

Dr. Leopold Obermayer wurde 1892 in Würzburg als Kind einer jüdischen Familie geboren. Er war promovierter Jurist und führte seit 1926 die Weinhandlung seines verstorbenen Vaters weiter. Obermayer lebte seine Homosexualität selbstbewusst und würdevoll. 1934 begegnete er Josef Gerum, dem Leiter der Bayerischen Politischen Polizei in Würzburg, der späteren Gestapo. Diese Begegnung führte zu einem langen Martyrium, das 1943 mit Obermayers Ermordung endete.

Weiterlesen

Georg Friedrich Hornung

„Meine Lieben, liebste Mutter, nun werde ich hingerichtet. Seid nicht traurig, ich habe für eine gute und gerechte Sache gekämpft.“ lauteten die ersten Zeilen eines in die Schulterwattierung seiner Kleidung eingenähten Abschiedsbriefes des Widerstandskämpfers Georg Friedrich Hornung. Er wurde wegen Hochverrats angeklagt und 1942 kam in Plötzensee gewaltsam zu Tode.

Weiterlesen

Ferdinand und Friedrich Selig

Ferdinand Selig Jg. 1930 und sein Bruder Friedrich Jg. 1933 wurden in das nationalsozialistische Deutschland hineingeboren ohne eine echte Chance auf ein eigenes Leben zu erhalten. Sie durften nicht mit nicht-jüdischen Kindern spielen, durften in keine öffentliche Schule. Sie mussten miterleben, wie ihr Vater Alfred am 9. November 1938 gedemütigt wurde, den Eltern die Lebensgrundlage genommen wurde, wie sie 1939 mit ihren Eltern in der Bibrastraße interniert und dann abtransportiert wurden. In Riga-Jungfernhof wurden sie von ihrem Vater Alfred getrennt und im März 1942 wurden Ferdinand, 12 Jahre alt, Friedrich, 9 Jahre alt, zusammen mit ihrer Mutter Irma, 42 Jahre alt, als „unnötige Esser“ im Wald von Bikernieki erschossen.

Weiterlesen

Die in Polen gebürtige Lehrerin Maria Jozefa Kapela ist nach ihrem Examen an der Universität in Krakau tätig. Sie wird im März 1943 zwangsweise nach Deutschland verschleppt und hier zu schwerer körperlicher Arbeit verschiedenen Einsatzstellen zugewiesen. Landwirtschaftliche Betriebe und diverse Gaststätten schicken sie zur Umvermittlung zurück ans Arbeitsamt. Sie wird wegen schlechter Arbeitsleistung und Arbeitsverweigerung mehrfach festgenommen und kommt in Erziehungshaft. Im Herbst 1944 erfolgt ihre Inhaftierung im Notgefängnis. Im November 1944 bringt man sie ins KZ Ravensbrück, wo sie im Januar 1945 im Alter von 38 Jahren ums Leben kommt.

Maria Jozefa Kapela

Weiterlesen ...

Karl Einsteinentstammte einer voll assimilierten Familie aus Bayreuth. Er erhielt eine humanistische Bildung, studierte Jura in München und kam 1906 als Zweiter Staatsanwalt an das Landgericht Würzburg. Hier machte er Karriere und wurde 1932 zum Landgerichtsdirektor ernannt. Ungewöhnlich für einen Juden in Deutschland, denn im höheren Staatsdienst war ihnen die Tür in der Regel verschlossen.

Karl Einstein

Weiterlesen ...

„Der August Dambach war ein großer, kräftiger junger Mann. Er konnte allerdings nicht richtig laufen, nur auf den Zehenspitzen. Ganze Sätze waren auch zu schwierig für ihn. Meistens ist er neben oder im Friedhof herumgelaufen oder war dort auf einer Steinbank gesessen, oft zusammen mit seinem jüngeren Bruder“ erinnert sich seine Cousine. August Dambach wurde am 5. Oktober 1940 in Pirna-Sonnenstein ermordet.

August Dambach

Weiterlesen ...

Johanna Stahl studierte erst Germanistik in Würzburg und dann Volkswirtschaft in Frankfurt und schloss mit der Promotion ab. Zurück in Würzburg arbeitete sie für die Frankfurter Zeitung und kämpfte für die Rechte der Frauen, auch im religiösen Bereich. 1934 musste sie ihre Arbeit als Journalistin aufgeben und engagierte sich ab dann für in Not geratene Gemeindemitglieder, auch in Fragen der Auswanderung. Dr. Johanna Stahl selbst wäre 1938 die Auswanderung gelungen, sie blieb aber in Würzburg, um weiter helfen zu können.

Johanna Stahl

Weiterlesen ...

Anneliese Winterstein, eine Würzburger Sintiza, wurde 1924 geboren. Wegen „Arbeitsvertragsbruchs“ verbüßte die Schwangere als „politische Gefangene“ 1943 eine Gefängnisstrafe. Eine Ehe wurde ihr vom Staat verboten. Eine Flucht über das Elsass missglückte. März 1944 wurde sie zusammen mit den beiden kleinen Söhnen nach Auschwitz deportiert. Die Kinder starben. Als ihr klar wurde, dass sie von der SS als Prostituierte für das Lager-Bordell eingeteilt werden sollte, wählte sie stattdessen den Freitod.

Anneliese Winterstein

Weiterlesen ...

„Hat immer Wünsche, will bald auf eine bessere Abteilung kommen, ….möchte gern ein rotes Kleid haben……“ lautet der letzte Eintrag am 3. Oktober 1940 in der langen Krankengeschichte von Margarete Höppel. 22 Jahre lebte sie da schon in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Margarete wird am 29. November 1940 in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet.

Margarete Höppel

Weiterlesen ...

Dr. Leopold Obermayer wurde 1892 in Würzburg als Kind einer jüdischen Familie geboren. Er war promovierter Jurist und führte seit 1926 die Weinhandlung seines verstorbenen Vaters weiter. Obermayer lebte seine Homosexualität selbstbewusst und würdevoll. 1934 begegnete er Josef Gerum, dem Leiter der Bayerischen Politischen Polizei in Würzburg, der späteren Gestapo. Diese Begegnung führte zu einem langen Martyrium, das 1943 mit Obermayers Ermordung endete.

Dr. Leopold Obermayer

Weiterlesen ...

„Meine Lieben, liebste Mutter, nun werde ich hingerichtet. Seid nicht traurig, ich habe für eine gute und gerechte Sache gekämpft.“ lauteten die ersten Zeilen eines in die Schulterwattierung seiner Kleidung eingenähten Abschiedsbriefes des Widerstandskämpfers Georg Friedrich Hornung. Er wurde wegen Hochverrats angeklagt und 1942 kam in Plötzensee gewaltsam zu Tode.

Georg Friedrich Hornung

Weiterlesen ...

Ferdinand Selig Jg. 1930 und sein Bruder Friedrich Jg. 1933 wurden in das nationalsozialistische Deutschland hineingeboren ohne eine echte Chance auf ein eigenes Leben zu erhalten. Sie durften nicht mit nicht-jüdischen Kindern spielen, durften in keine öffentliche Schule. Sie mussten miterleben, wie ihr Vater Alfred am 9. November 1938 gedemütigt wurde, den Eltern die Lebensgrundlage genommen wurde, wie sie 1939 mit ihren Eltern in der Bibrastraße interniert und dann abtransportiert wurden. In Riga-Jungfernhof wurden sie von ihrem Vater Alfred getrennt und im März 1942 wurden Ferdinand, 12 Jahre alt, Friedrich, 9 Jahre alt, zusammen mit ihrer Mutter Irma, 42 Jahre alt, als „unnötige Esser“ im Wald von Bikernieki erschossen.

Ferdinand und Friedrich Selig

Weiterlesen ...

Ferdinand

Friedrich